Kaufen und Lagern

Welches Holz?

Die Buche ist ohne Zweifel das Brennholz mit den meisten Vorteilen, es ist allerdings auch das teuerste Brennholz und oft rechtfertigt die Qualität nicht den großen Preisunterschied z.B. zu Esche oder Kiefer. Buche hat einen durchschnittlichen Heizwert, ist aber durch die hohe Dichte schwerer als z.B. Nadelholz. Daher brauchen Sie weniger Buchenscheite zum Heizen, als wenn Sie Fichte verfeuern würden. Gemessen am Gewicht hat die Fichte aber einen höheren Brennwert – Sie brauchen nur mehr Volumen. Heißt: Sie müssen öfter nachlegen. Dass von Nadelholz Gefahren für Ofen und Schornstein ausgehen ist ein Ammenmärchen aus Zeiten, als gemauerte Schornsteine nicht immer ganz trockenes Holz zu verarbeiten hatten und auch das Bewusstsein für die Qualitäten von trockenem Holz noch nicht da war. Trockene Fichte ist ein ideales und günstiges Brennholz.

Expertentipps

Das Messen von Brennholz mit Holzfeuchtemessgeräten ist Expertensache. Wenn Sie aber eine solche Messung selbst vornehmen wollen, so messen Sie bitte grundsätzlich an frischen Sägeschnitten oder Spaltflächen und zwar dreimal (oberer Bereich, mitte, unten) und so, dass die Messelektroden quer zur Faserrichtung angesetzt werden. Die drei Messergebnisse bitte mitteln und den Durchschnitt an insgesamt drei Scheiten ausrechnen. Das Mittel aus diesen drei Scheiten ist dann Ihre „Holzfeuchte in %“. Der Wert sollte unter 24 % legen (Quelle: Messmethode Krämer/Heise, z. publiziert vom Bundesverband Brennholzhandel www.bundesverband-brennholz.de). Einfacher geht’s so: Zwei Scheite in die Hand nehmen und die Stirnflächen locker voreinander schlagen. Klingt es hölzern, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um trockenes Holz handelt, sehr groß.

Warum trockenes Holz?

Wirklich nasses Holz zischt im Ofen und wirft auch nach längerer Zeit noch Blasen. Holz unter 30 % verbrennt zwar ohne Feuchtigkeitsaustritt und scheint in Ordnung, allerdings wird der optimale Heizwert nicht erreicht. Daher sollten Sie trotz höherer Einkaufskosten nur trockenes Holz verbrennen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die im Holzgas enthaltene Energie zum Austreiben des Wassers benutzt wird, statt Ihr Haus zu heizen. Energieverluste von bis zu 30 % sind hier kalkulierbar. Das rechtfertigt auf jeden Fall den höheren Preis für trockenes Holz. Beim Abrand von feuchtem Holz werden außerdem nicht die Temperaturen erreicht, die zum Verbrennen aller Schadstoffe und zur Feinstaubminimierung benötigt werden. Darauf legt Ihr Schornsteinfeger aber Wert und kann Ihnen im Extremfall den Betrieb Ihrer Feuerstelle untersagen.

Brennholz lagern

Zur richtigen Lagerung von Brennholz gehört erst einmal die Erkenntnis, dass ein Trocknungsprozess optimale Verhältnisse benötigt: Holz braucht rundum Luft, insbesondere im Abstand zum Boden, da mit Feuchtigkeit angereichterte Luft nach unten absinkt. Kann die Luft hier nicht weg, legt sich die Feuchtigkeit wieder ab und der Stapel beginnt von unten her zu verfaulen. Mindestens 30 Zentimeter Luft sollte es nach unten geben, besser mehr. Gleiches gilt für Seitenabstände. Eine alte Plane versieht als Abdeckung gute Dienste.

Ordentlich belüftet und in sonniger Lage trocknet Holz innerhalb eines Sommers so weit herunter, dass es verbrannt werden kann. Eine Abdeckung nach oben sollte gewährleistett sein. Hartholz wie Buche trocknet übrigens langsamer als Weichholz. Probleme, die bei der Lagerung auftauchen können, sind Schimmelbildung und ausbleibende Trocknung. Beides ist immer ein Lüftungs- oder Standortproblem. Ungezieferbefall ist auch teilweise vom Standort abhängig. Untersuchen Sie Holz beim Einkauf auf jeden Fall oberflächlich auf möglichen Holzwurm-Befall. Die Gefahr, dass Holzwürmer auf Schuppen oder Haus-Teile übergreifen ist eher gering, da die meisten Schädlinge nach Ablauf der Entwicklungsstufen ihren Standort verlassen und sich arttypische Standorte zur Weitervermehrung suchen. Dies ist meist nicht Ihr trockener Brennholz-Stapel. Optimalerweise wird Scheitholz eingelagert – Meterscheite trocknen langsamer, da weniger Stirnholzflächen zur Verfügung stehen.

Dies & das

Bitte verarbeiten Sie angeliefertes Holz sofort weiter, aber verfallen Sie dabei nicht in übertriebene Eile, sondern planen Sie das Einlagern sorgsam. Der frisch angelieferte Holzstapel verträgt auch mal einen Regenschauer, wenn es nicht zu verhindern ist. Hauptsache, die Feuchtigkeit kann in absehbarer Zeit wieder abtrocknen. Draußen gelagertes Holz idealerweise einen Tag vor dem Verbrennen ins Haus holen und in Ofennähe lagern, damit auch die äußeren Schichten trocken in den Ofen kommen.

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